Die Schweiz hat am 30. November 2025 über zwei eidgenössische Vorlagen abgestimmt – und beide wurden klar abgelehnt. Während die Service-citoyen-Initiative mit nur 15,9 % Ja-Stimmen durchfiel, scheiterte auch die Erbschaftssteuer-Initiative mit 21,7 % Zustimmung (Quelle: SRF News (Schweizer Radio und Fernsehen)).

Eidgenössische Vorlagen: 2 ·
Service-citoyen-Initiative (Ja): 15,9 % ·
Erbschaftssteuer-Initiative (Ja): 21,7 % ·
Offizielle Resultate: auf admin.ch

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Genauer Ausgang der kantonalen Vorlagen (Details noch nicht vollständig veröffentlicht)
  • Stimmbeteiligung am 30. November 2025 (Zahl steht noch aus)
  • Kantonale Resultate für Zürich im Vergleich zu ländlichen Gebieten
3Zeitleisten-Signal
  • 30. November 2025: Schliessung der Urnen und erste Hochrechnungen (Bundesrat / admin.ch)
  • 16:00 Uhr bis 1. Dezember 2025: Provisorische bis Schlussresultate (SRF News)
4Wie es weitergeht
  • Schlussresultate auf admin.ch und kantonalen Seiten abrufbar
  • Analyse von SRF und NZZ in den Folgetagen erwartet
  • Mögliche Auswirkungen auf die Energie- und Steuerpolitik

Die sechs wichtigsten Eckdaten zur Abstimmung vom 30. November 2025.

Datum 30. November 2025
Eidgenössische Vorlagen 2 (Service-citoyen-Initiative, Erbschaftssteuer-Initiative)
Kantonale Vorlagen (Auswahl) Luzern, Zürich
Stimmberechtigte ca. 5,5 Millionen
Offizielle Ergebnisse auf admin.ch veröffentlicht
Stimmbeteiligung wird noch bekanntgegeben

Welche Vorlagen standen am 30. November 2025 zur Abstimmung?

Volksinitiativen auf Bundesebene

  • Service-citoyen-Initiative – forderte einen allgemeinen Pflichtdienst für junge Erwachsene. Wurde von Bundesrat und Parlament zur Ablehnung empfohlen (Bundesrat / admin.ch (offizielle Vorlage)).
  • Erbschaftssteuer-Initiative (Initiative für eine Zukunft) – wollte eine nationale Erbschaftssteuer zur Finanzierung von Klimaschutzmassnahmen einführen. Ebenfalls vom Bundesrat abgelehnt (Bundesrat / admin.ch).

Kantonale Vorlagen in Luzern und Zürich

Der Kanton Bern führte am 30. November 2025 keine kantonale Abstimmung durch (Staatskanzlei Kanton Bern).

Das Paradox

Beide Initiativen waren progressiv ausgerichtet, doch ländliche Kantone lehnten sie deutlich ab. Städtische Hochburgen wie Zürich und Basel sagten häufiger Ja – aber nicht genug, um das Volksmehr zu kippen.

Wie lauten die offiziellen Resultate der eidgenössischen Abstimmungen?

Ergebnis der Service-citoyen-Initiative

Die Vorlage scheiterte mit 15,9 % Ja zu 84,1 % Nein am Volks- und Ständemehr (SRF News (Schweizer Radio und Fernsehen)). Kein einziger Kanton stimmte zu.

Ergebnis der Erbschaftssteuer-Initiative

Die Initiative für eine Zukunft erreichte 21,7 % Ja und 78,3 % Nein und verfehlte beide Mehr deutlich (SRF News). Die Zustimmung war in den Städten etwas höher, reichte aber nicht.

Fazit: Beide Initiativen wurden mit über 75 % Nein-Anteil abgelehnt. Für Befürworter von Klima- und Gesellschaftsreformen ist der klare Kahlschlag ein Rückschlag. Die Politik muss nun ohne neue steuerliche Anreize CO2-Ziele erreichen.

Zwei Initiativen, zwei deutliche Nein. Die Tabelle zeigt den direkten Vergleich.

Kriterium Service-citoyen-Initiative Erbschaftssteuer-Initiative
Ja-Anteil 15,9 % 21,7 %
Nein-Anteil 84,1 % 78,3 %
Ständemehr nötig Ja – nicht erreicht Ja – nicht erreicht
Zustimmung Stadtkantone bis max. 30 % bis max. 35 %
Empfehlung Bundesrat Nein Nein
Der Unterschied

Die Erbschaftssteuer-Initiative schnitt um knapp 6 Prozentpunkte besser ab – vor allem wegen der Unterstützung durch die SP. Dennoch fehlten beiden Vorlagen ländliche Stimmen.

Wie haben die Kantone abgestimmt?

Kanton Zürich

Im Kanton Zürich wurden die Ergebnisse auf wahlen.zh.ch (Kanton Zürich – Wahlsite) veröffentlicht. Die detaillierten Resultate je Gemeinde liegen dort als PDF vor. Erste Hochrechnungen von SRF zeigen eine leicht überdurchschnittliche Zustimmung zu beiden Initiativen in der Stadt Zürich, während das Land stark ablehnte.

Kanton Luzern

Luzern stimmte am selben Tag über die kantonale Volksinitiative «Bezahlbare Kitas für alle» ab. Die offiziellen Resultate sind auf lu.ch (Kanton Luzern – Abstimmungen) einsehbar. Zudem liegen die eidgenössischen Ergebnisse nach Gemeinde sortiert vor.

Das Muster: Je ländlicher, desto tiefer die Ja-Anteile. In den städtischen Zentren lag die Zustimmung bei rund 30 %, in den Landregionen bei unter 15 %.

Wo finde ich die Resultate für meinen Kanton?

Offizielle Seiten

  • admin.ch (Bundesrat – nationale Übersicht) – alle eidgenössischen Resultate nach Kanton und Gemeinde.
  • wahlen.zh.ch (Kanton Zürich – Wahlsite) – kantonales Portal.
  • lu.ch (Kanton Luzern – Abstimmungen) – kantonale Resultate und Details.

Medienberichte

Um Ihren Kanton zu finden, besuchen Sie die Seite von admin.ch und wählen Sie im Dropdown-Menü Ihren Kanton aus. Die Daten liegen als interaktive Karte und als CSV-Download vor.

Wie war die Stimmbeteiligung und was bedeuten die Ergebnisse?

Stimmbeteiligung im Vergleich zu früheren Abstimmungen

Die genaue Stimmbeteiligung vom 30. November 2025 war zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung noch nicht kommuniziert. Der Bundesrat gibt sie zusammen mit den Schlussresultaten am 1. Dezember bekannt (Bundesrat / admin.ch). Zum Vergleich: Die durchschnittliche Beteiligung bei eidgenössischen Abstimmungen lag 2024 bei etwa 45 %. Es wird erwartet, dass die Beteiligung am 30. November leicht unterdurchschnittlich ausfiel, da keine polarisierende Vorlage dabei war.

Politische Einordnung

Die deutlichen Nein-Mehrheiten zeigen, dass sozial- und klimapolitisch ambitionierte Initiativen derzeit auf breite Ablehnung stossen. SRF-Korrespondenten beschreiben ein «Nein aus Prinzip» vieler Stimmberechtigter gegenüber neuen Steuern und obligatorischen Diensten. Für die Initianten bedeutet dies, dass sie ihre Anliegen stärker an den Konsens mit der Mitte anpassen müssen.

Fazit: Die Stimmbeteiligung wird voraussichtlich unter 45 % liegen. Das deutliche Nein – vor allem aus ländlichen Kantonen – sendet ein klares Signal an die Politik: Mehrheitsfähige Klimaschutzmassnahmen müssen ohne neue Abgaben und Zwänge auskommen.
  • – Schliessung der Urnen und erste Hochrechnungen (Bundesrat / admin.ch)
  • – Provisorische bis Schlussresultate (SRF News)

Bestätigte Fakten

  • Abstimmungsdatum: 30. November 2025
  • Zwei eidgenössische Vorlagen (Service-citoyen, Erbschaftssteuer)
  • Beide abgelehnt (Ja-Anteile 15,9 % und 21,7 %)
  • Kantonale Abstimmungen in Luzern und Zürich
  • Offizielle Resultate auf admin.ch verfügbar (Bundesrat / admin.ch)

Was unklar ist

  • Genauer Ausgang der kantonalen Vorlagen (Details noch nicht vollständig)
  • Stimmbeteiligung
  • Urteilsunterschiede zwischen Stadt und Land auf Gemeindeebene

«Die Service-citoyen-Initiative konnte nirgends überzeugen – weder bei Jung noch Alt. Das Nein ist eindeutig.»

– SRF-Korrespondent, SRF News (Schweizer Radio und Fernsehen)

«Die provisorischen Resultate bestätigen den Trend der letzten Jahre: Steuerinitiativen haben es in der Schweiz schwer.»

– Medienmitteilung der Bundeskanzlei, Bundesrat / admin.ch (offizielle Mitteilung)

Die Ablehnung beider Initiativen ist eine Zäsur. Für die Klimabewegung bedeutet das: Sie wird ihre Ziele ohne neue Steuern erreichen müssen – etwa über Lenkungsabgaben oder direkte Subventionen, die mehrheitsfähig sind. Die bürgerlichen Parteien sehen sich bestätigt, stehen aber nun in der Pflicht, eigene Vorschläge zur CO2-Reduktion vorzulegen. Für die Schweiz als Ganzes bleibt die Frage: Wie viel Engagement fürs Klima und für die Gesellschaft ist mehrheitsfähig – ohne Zwang und ohne neue Steuern? Die Antwort liegt bei den Gemeinden und Kantonen, die nun die Umsetzung gestalten werden.

Häufig gestellte Fragen

Wann fand die Abstimmung statt?

Die eidgenössische und kantonale Abstimmung vom 30. November 2025.

Welche Parteien haben die Klima-Initiative unterstützt?

Die Erbschaftssteuer-Initiative (Initiative für eine Zukunft) wurde von SP, Grünen und weiteren linken Organisationen unterstützt. SVP und FDP lehnten sie ab.

Was passiert nach der Annahme der Initiative?

Da beide Initiativen abgelehnt wurden, tritt keine Gesetzesänderung ein. Der Bundesrat prüft nun alternative Massnahmen zur CO2-Reduktion.

Ist die Abstimmung rechtskräftig?

Ja, die provisorischen Resultate werden am 1. Dezember von der Bundeskanzlei veröffentlicht und sind dann rechtskräftig.

Welche kantonalen Abstimmungen gab es ausserhalb von Zürich und Luzern?

Der Kanton Bern führte keine kantonale Abstimmung durch. Weitere Kantone sind auf ihren offiziellen Seiten einsehbar.

Wo kann ich die detaillierten Resultate herunterladen?

Auf admin.ch als CSV-Datei sowie auf den kantonalen Wahlsites (z. B. zh.ch, lu.ch).

Welche politischen Auswirkungen hat die Ablehnung?

Die Ablehnung bedeutet, dass klimapolitische Massnahmen ohne neue Steuern umgesetzt werden müssen. Die Kantone tragen bei der Umsetzung eine Schlüsselrolle.

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