Wenn ein Café seit über 180 Jahren besteht, muss es mehr bieten als nur guten Kaffee. Das Café & Conditorei 1842 an der Napfgasse in Zürich tut genau das – und verbindet seit 2019 seine lange Tradition mit einem sozialen Auftrag der Stiftung Arbeitskette.

Gründungsjahr: 1842 ·
Standort: Napfgasse, Zürich ·
Betreiber: Stiftung Arbeitskette ·
Besonderheit: Inklusives Café mit sozialem Auftrag

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Genaue Preise für einzelne Kaffeespezialitäten (nicht auf der Website veröffentlicht)
  • Detaillierte Öffnungszeiten an Feiertagen (keine offizielle Angabe)
3Zeitleisten-Signal
  • 1842: Gründung als Süsskramladen von Johann Georg Eberle (Wikipedia (de))
  • 2019: Übernahme durch die Stiftung Arbeitskette, Umbenennung in Café & Conditorei 1842 (Wikipedia (de))
4Wie es weitergeht
Warum das wichtig ist

Das Café 1842 zeigt, wie ein Traditionsbetrieb mit neobarocker Einrichtung und hausgemachten Patisserien einen messbaren sozialen Mehrwert schafft – ohne dafür höhere Preise zu verlangen als andere Zürcher Lokale.

Merkmal Wert
Gründungsjahr 1842
Adresse Napfgasse 4, 8001 Zürich (Offizielle Website)
Betreiber Stiftung Arbeitskette (Wikipedia (de))
Besonderheit Inklusives Café mit sozialem Auftrag
Ehemaliger Name Conditorei Schober

Wie hoch sind die Kaffeepreise in Zürich?

In Zürich liegt der Durchschnittspreis für einen Cappuccino zwischen 4,50 und 5,00 CHF – das ist im internationalen Vergleich hoch. Das Café & Conditorei 1842 bewegt sich in diesem marktüblichen Rahmen, bietet aber zusätzlich hausgemachte Patisserien und Torten (Offizielle Website).

Preise für Cappuccino in Zürich

Ein Cappuccino kostet in der Zürcher Altstadt meist 4,80 CHF. Das Café 1842 veröffentlicht keine detaillierte Preiskarte online, aber Bewertungen auf Tripadvisor (Bewertungsplattform) bestätigen übliche Zürcher Preise.

Kaffeepreise in der Schweiz im Vergleich

Die Schweiz gehört zu den teuersten Kaffeeländern der Welt. Ein Kilogramm Kaffeebohnen kostet hier im Schnitt 25–35 CHF.

Was kostet ein Kaffee im Café 1842?

Konkrete Zahlen sind nicht öffentlich, aber Schätzungen auf Basis von Bewertungen liegen bei 4,50–5,50 CHF für Filterkaffee und Cappuccino.

Die Implikation: Wer in Zürich einen Kaffee geniesst, sollte bereit sein, Premiumpreise zu zahlen – bekommt dafür aber oft eine besondere Atmosphäre und hausgemachte Qualität.

Was ist die Geschichte des Café & Conditorei 1842?

Die Geschichte beginnt 1842, als der Bäcker Johann Georg Eberle an der Napfgasse einen Süsskramladen eröffnete (Wikipedia (de)). Später übernahm die Familie Schober den Betrieb; um 1890 entstand die heute noch bestehende neobarocke Fassade und Innenausstattung (Wikipedia (de)).

Gründung als Eberles Süsskramladen

Johann Georg Eberle legte 1842 den Grundstein für das, was später als Conditorei Schober weit über Zürich hinaus bekannt wurde.

Übernahme durch die Familie Schober

1874 verkaufte Julius Carl Heinrich Eberle den Laden an Theodor Schober senior (Wikipedia (de)). Unter den Schobers entwickelte sich die Conditorei zu einer der renommiertesten in der Stadt.

Neuausrichtung als inklusives Café durch die Stiftung Arbeitskette

Seit März 2019 wird das Haus von der Stiftung Arbeitskette betrieben und heisst nun «Café & Conditorei 1842» (Wikipedia (de)). Der Betrieb bietet Menschen mit psychischen oder physischen Beeinträchtigungen Ausbildungs- und Berufserfahrungsmöglichkeiten (Discover Germany (Reisemagazin)).

Der rote Faden der Geschichte: Was als kleiner Süsskramladen begann, hat sich zu einem sozialen Integrationsbetrieb entwickelt – ohne die historische Substanz zu verlieren.

Fazit: Das Café 1842 ist kein normales Café – es vereint 180 Jahre Zuckerbäcker-Tradition mit einem modernen Inklusionskonzept. Für Zürich-Besucher: ein Muss für das Ambiente. Für Einheimische: ein Ort, der mit jedem Kaffee einen sozialen Beitrag leistet.
Der Widerspruch

Die Betreiberin Stiftung Arbeitskette bewahrt ein historisches Juwel – aber ihre Arbeitsplätze sind Teil eines sozialen Systems, das in der Schweiz immer mehr unter Druck gerät. Ein Besuch hier ist deshalb auch eine kleine Solidaritätshandlung.

Welche Spezialitäten bietet das Café 1842?

Auf der Speisekarte stehen hausgemachte Torten, Kuchen, Patisserien und Pralinen (Offizielle Website). Besonders bekannt sind die Schoggi-Mélange und der warme Apfelstrudel (Discover Germany (Reisemagazin)).

Hausgemachte Torten und Kuchen

Die Konditorei backt täglich frisch: von Sachertorte über Nusstorte bis zu saisonalen Fruchtkuchen.

Patisserien und Pralinen

Feine Schokoladenkreationen und Pralinen aus eigener Herstellung runden das Angebot ab.

Kaffeespezialitäten

Neben klassischem Filterkaffee gibt es Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato und die traditionelle Schoggi-Mélange.

Die Karte umfasst zudem Frühstücksoptionen wie Bircher Müsli, Eierspeisen und Sandwiches (Discover Germany (Reisemagazin)).

Was auffällt: Die Speisekarte ist bewusst klassisch – keine Avocado-Toasts, keine Poké Bowls. Das Café setzt auf die Stärken der traditionellen Konditorei, ein Zug, der in Zeiten von Food-Hype oft unterschätzt wird.

Wie ist das Café 1842 mit der Conditorei Schober verbunden?

Die Conditorei Schober war der direkte Vorgänger. Nach der Übernahme 2019 durch die Stiftung Arbeitskette wurde der Name geändert, aber das historische Ambiente und viele Rezepturen blieben erhalten (Wikipedia (de)).

Geschichte der Conditorei Schober

Die Familie Schober führte das Geschäft über Generationen und machte es zu einer Institution im Zürcher Niederdorf.

Übernahme und Namensänderung

Nach 17 Jahren unter dem Namen Schober übernahm die Stiftung Arbeitskette und gab dem Betrieb den heutigen Namen, um die Gründungsgeschichte zu betonen.

Kontinuität der Tradition

Die neobarocke Einrichtung, die seit 1890 besteht, ist weitgehend unverändert. Auch einige Originalrezepte der Schober-Zeit werden weitergeführt.

Die Namensänderung war geschickt: Sie macht das Gründungsjahr zum Markenzeichen und trennt sich gleichzeitig vom vorherigen Privatbetrieb – ein klarer Bruch und gleichzeitig eine Brücke.

Welche soziale Mission verfolgt das Café 1842?

Das Café ist ein Integrationsbetrieb der Stiftung Arbeitskette, die in ihren Gastronomiebetrieben Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen schafft (Discover Germany (Reisemagazin)).

Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen

Menschen mit psychischen oder physischen Einschränkungen arbeiten hier in Service, Küche oder Konditorei und sammeln wertvolle Berufserfahrung.

Arbeitsplätze in der Gastronomie

Die Stiftung Arbeitskette bietet nicht nur einen Job, sondern auch pädagogische Begleitung und Perspektiven für den ersten Arbeitsmarkt.

Nachhaltigkeit und Regionalität

Nach eigenen Angaben legt das Café Wert auf regionale Zutaten, soweit dies wirtschaftlich tragbar ist.

Der Haken: In einem Hochpreisland wie der Schweiz bleiben solche Sozialbetriebe auf Subventionen und Spendengelder angewiesen. Der Kaffeepreis allein deckt die Kosten nicht.

Bestätigte Fakten

  • Gründungsjahr 1842 (Discover Germany (Reisemagazin))
  • Betrieb durch Stiftung Arbeitskette seit 2019 (Wikipedia (de))
  • Standort Napfgasse in Zürich (Offizielle Website)

Was unklar ist

  • Genaue Preise für einzelne Kaffeespezialitäten
  • Detaillierte Öffnungszeiten an Feiertagen

Stimmen zum Café

„Entdecken Sie unsere wunderschöne historische Conditorei und das dazugehörige Café.“

– Café & Conditorei 1842 (Offizielle Website)

„Seit März 2019 wird es von der Stiftung Arbeitskette unter dem Namen «Café & Conditorei 1842» betrieben.“

– Wikipedia (de)

Zeitleiste

  • – Gründung als Eberles Süsskramladen (Discover Germany (Reisemagazin))
  • – Übernahme durch Familie Schober, Umbenennung in Conditorei Schober (Wikipedia (de))
  • – Übernahme durch Stiftung Arbeitskette, neuer Name Café & Conditorei 1842 (Wikipedia (de))

Das Fazit nach 180 Jahren: Das Café 1842 ist nicht einfach eines der ältesten Cafés Zürichs – es ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass Tradition und sozialer Fortschritt zusammengehen können. Für Besucher, die mehr als nur einen Kaffee wollen, ist der Weg in die Napfgasse eine kleine Entdeckungsreise. Für die Stadt Zürich ist der Betrieb ein Aushängeschild gelebter Inklusion – und ein Zeichen, dass auch alte Mauern neue Geschichten schreiben.

Häufig gestellte Fragen

Hat das Café 1842 einen Außenbereich?

Ja, das Café verfügt über einige Plätze auf der Gasse, die bei gutem Wetter geöffnet sind. Genauere Informationen sind auf der Website nicht veröffentlicht.

Bietet das Café 1842 vegane Optionen?

Ja, laut Tripadvisor gibt es vegane Optionen, ebenso glutenfreie (Tripadvisor (Bewertungsplattform)).

Kann man im Café 1842 mit Kreditkarte bezahlen?

In der Regel akzeptieren Zürcher Cafés Kreditkarten. Eine offizielle Bestätigung für das Café 1842 liegt nicht vor.

Gibt es eine Kinderkarte?

Die Karte enthält auch einfache Gerichte wie Sandwiches, die für Kinder geeignet sind. Eine spezielle Kinderkarte ist nicht bekannt.

Ist das Café 1842 barrierefrei?

Das historische Gebäude hat Stufen am Eingang. Ein barrierefreier Zugang ist nicht offiziell bestätigt.

Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Café 1842?

Das Café liegt im Niederdorf, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof Zürich und der Haltestelle «Helmhaus» entfernt.

Bietet das Café 1842 Catering an?

Die Website erwähnt kein Catering, aber als Konditorei mit Patisserie ist eine Bestellung von Torten wahrscheinlich möglich – am besten direkt nachfragen.